Story

Credo

Mein Name ist Robin Hildisch und ich bin Gründer von HiDDEN ACES. Seit 2017 ist es meine Mission, Jacken fair, nachhaltig und passgenau herzustellen, also ein rundum echtes Produkt.
Ich habe jahrelange Erfahrung als Schneider und Modedesigner, habe allerdings in meiner Zeit als Designer festgestellt, dass der sogenannte „Modezirkus“ eine Ressourcenvernichtende, gewissenlose Branche ohne Respekt für Mensch und Natur ist.
Auch kauft der Kunde bei Markenkleidung oft ein Marketingkonstrukt, während die Kleidung an sich oft nur wenig hochwertiger ist als ein Kleidungsstück von den Modeketten.
Besonders traurig kommen die Damenkollektionen daher. Oft billiger als die Herrenkollektionen unterstellen die Hersteller den Kundinnen nichts anderes, als dass diese sich am liebsten die Tüten mit minderwertigem Schrott vollstopfen.
Wer mir nicht glaubt: Schaut bei einer Modekette mal  wahllos in die Etiketten von 10 Damen und 10 Herrenteilen. Ihr werdet feststellen, dass die Damenklamotten wesentlich öfter aus billigem Polyester sind als die Herrenteile.
Daher stelle ich die HiDDEN ACES Damenkollektion aus denselben, hochwertigen Materialien her wie die Herrenkollektion. Mit dem zeitlosen Design, hochwertigster Verarbeitung und der damit einhergehenden langen Haltbarkeit überdauern sie Trends und machen euch Unabhängig von dieser Marketingspirale, die nicht nur für Müll sorgt, sondern euch ständig manipuliert.
Wie würde man zum Beispiel  einem  Menschen begegnen, der einen ständig manipuliert?
Man würde diese Person wohl irgendwann meiden, oder?
 

Nachhaltigkeit

Gut, dann eben Bio, Fair trade, Recycling…
Und wir Deutschen brauchen dazu natürlich Siegel und Zertifikate.
Ein gutes Siegel auf das ich vertraue ist das GOTS oder IVN Best Siegel. Gerne kaufe ich Stoffe mit diesem Siegel, weil die dahinter stehende Organsation Ecocert den gesamten Produktionsprozess eines Stoffes analysiert und bewertet. Weiterhin sind alle unsere Materialien mindestens mit dem BCI Baumwollsiegel oder Ökotex Standard 100 ausgestattet. Und übrigens: Baumwolle wächst NICHT in Deutschland. Also sind solche Kontrollinstanzen notwendig, um zu verhindern, dass Mensch und Natur ausgebeutet werden. 
Warum befindet sich auf meinen Jacken kein Siegel?
Da ich HiDDEN ACES ganz alleine führe habe ich weder die Zeit, noch die finanziellen Mittel, mich zertifizieren zu lassen, denn Siegel sind teuer.
Daher stehe ich mit meinem Namen dafür, dass ich unter den hochwertigsten und authentischsten Rohmaterialien für meine Jacken auch die nachhaltigsten auswähle.
Wenn sie Fragen zum Thema Herkunft und Nachhaltigkeit haben stehe ich ihnen gerne persönlich Rede und Antwort.
 

Unsere Produktion

Als Schneider war mir der Respekt für menschliche Arbeit schon immer besonders wichtig, weshalb ich meine Jacken in Polen und Deutschland herstellen lasse. Einzelaufträge, Sonderanfertigungen und Kleinserien erstelle ich selbst in meinem Atelier in Hückelhoven(NRW).
Was ich zu der Produktion in Polen sagen muss, ist dass in Deutschland nur noch vereinzelte Nähereien existieren und der Beruf des Schneiders und Nähers beinahe  ausgestorben ist, wohingegen diese Berufe in Polen noch eine Zukunft haben. Preislich und qualitativ gibt es generell keine Unterschiede.
Was den Produktionsstandort angeht muss man jedoch flexibel sein. Je nachdem welche Politik die einzelnen Länder für oder gegen die Näherereien  führen, könnte ich mir z.B. auch eine Produktion in Frankreich, Spanien oder Portugal vorstellen.
Zurzeit arbeite ich mit einer Näherei in Königsberg/ Bayern und einer in Bienkowice/ Polen zusammen.
 

Unsere Stoffe

Waxed Cotton

Unsere Lieferanten für Waxed Cotton sind British Millerain aus Rochester/ England und Halley Stevensons aus Dundee/ Schottland. Diese beiden Webereien sind auf diesem Segment die Marktführer und sind Traditionsunternehmen mit über 150 Jahren Erfahrung. Da sich das Sortiment der Beiden gut ergänzt,  bestelle ich je nach Farbe und Geschmack beim einen oder anderen.
Beide Webereien sind Bestandteil der Better Cotton Initiative (BCI).
Das Wachs wird aus Abfallprodukten aus der Treibstoffgewinnung hergestellt und ist in der Anwendung im Gegensatz zu Polyfluorcarbonen, die sonst zur Imprägnierung von Regentextilen verwendet werden, deutlich umweltfreundlicher und biologisch abbaubar.
Gut zu wissen: Helle Farben quellen beim  Auftrag von Wachs (Tekwax Evo, Chera, P270) mehr als dunkle. Daher sind helle Farben des selben Wachsstoffes auch stärker strukturiert als dunkle.

Olmetex

Olmetex ist vor allem unser Lieferant für den Trenchcoatstoff  Bogart, welcher seit Anbeginn der Firmengeschichte 1954 produziert wird und das Erscheinungsbild des Trenchcoats an sich maßgeblich beeinflusst hat. Durch die meisterhafte Verbindung von Polyesterfasern auf der Oberseite und einem Baumwollgewebe darunter ergibt sich ein Stoff der physikalisch atmungsaktiv und wasserabweisend ist. Sieht er auch heute noch aus wie damals liegen jedoch Welten zwischen dem alten Trenchcoatstoff und dem heutigen Bogart. Die Herstellung von Polyester und  die Gewinnung von Baumwolle haben sich ebenso verändert wie die nachhaltige Energiegewinnung zur Speisung der Maschinen. Überdies ist Olmetex zu einem der führenden Webereien für nachhaltige und innovative Outddorstoffe geworden, was ich gerne von Zeit zu Zeit in die Kollektion einfließen lasse. 

Tweed

Bei Tweedstoffen bediene ich mich gerne der Anzugstoffe von Mallalieus of Delph.  Mallalieus wurde 1863 in Delph/ England gegründet und ist noch heute eine der letzten Webereien die jeden Arbeitsschritt nach Scheren der Schafe bis zum Versenden der fertigen Stoffe in ihrer Valley Mill durchführen. Andere Tweed Webereien sind vielleicht bekannter, doch ganz gewiss nicht besser. Die Stoffe sprechen für sich. 

Wolle

Wollstoffe beziehe ich vor allem von Albano Morgado. Diese portugiesische Weberei wurde 1927 in Castanheira de Pera geründet und verfügt über ein reichhaltiges Angebot von Tuchen, Meltons, Loden, Shetlands, Recyclingwolle und Biowolle. Die Firma ist ein zuverlässiger und offener Partner für neuentwicklungen und überrascht immer wieder durch neue Muster, Mischungen und Strukturen. 

Brisbane& Moss

Die Moss Brothers flüchteten sich mit mehreren anderen Webereien aus furcht vor einem Färbemonopol 1901 in die Gründung der English Fustian Manufacturing Company als die English Velvet Cord Dyeing Company in ihrem District ansässig wurde. Die Bedeutung des Wortes „Fustian“ steht noch heute für den Kern der Marke: Samt und Cordgewebe. Dafür sind Brisbane& Moss heute weltberühmt. Desweiteren bieten sie bei  Moleskin, Panama, Leinengeweben, Köper und Futter die gleiche Expertise. Das beste was man am Workwear Stoffen bekommen kann. 

Cotonea

Unser wohl nachhaltigster Partner Cotonea ist eine Marke der 1855 gegründeten Weberei Elmer& Zweifel aus Bempflingen in Baden- Württemberg. Cotonea steht für biologische Baumwoll und Wollstoffe mit den höchsten erdenklichen Standards. Hierbei verlassen sich die Schwaben nicht auf Siegel sondern fördern die Menschen die auf den biologisch geführten Feldern arbeiten und deren Familien selbst und aktiv durch gerechte Löhne und Hilfen für die Gemeinschaft. Wir beziehen sowohl GOTS wie IVN Best Baumwolle als auch KbT- Wollplüsch von Cotonea. 

Vittoria

Vittoria wurde 1951 in Scafati/ Italien gegründet und ist eine kleine, familiengeführte Leinenweberei. Hier arbeiten sie auf modernsten Maschinen, welche durch Solarenergie betrieben werden.
Leinen wird aus Flachs gewonnen und ist eine sehr alte Naturfaser sowie sehr robust und kühlend. Von Vittoria beziehe ich bisher den schweren Palermo Twill für das Modell Kronos und Helena.

Viskose

Frankenberger ist unser Futterlieferant aus Aschaffenburg. Die Firma wurde 1950 gegründet und ist für unsere Viskose und Viskose- Baumwollfutter zuständig. Hierbei verarbeiten sie vor allem Enka- Viskose, die dort hergestellt wird, wo ich meine Kindheit verbracht habe. In Obernburg in Franken.
Viskose ist eine Regeneratfaser. Das bedeutet, es wird irgendeine Art von Zellulose, sei es aus schnell nachwachsendem Birkenholz, Bambus oder Altpapier in einem Spinnbad aufgelöst und durch unterschiedliche Düsen oder durch Stauchen in verschiedene Formen gebracht. Früher war das Spinnbad giftig und es entstanden viele giftige Abfallprodukte. Heute jedoch , dank anderer Grundstoffe und moderner Filteranlagen entstehen nur noch Faserreste, Glaubersalz und Wasser als Nebenprodukte. Das Wasser wird biologisch geklärt, das Glaubersalz in der Waschmittelindustrie verwendet und die Fasern u.a. zu Wattepads verarbeitet.